Auch Künstler zahlen massive KSK Abgaben

KSK Abgabe Zahlung

Künstlersozialkasse KSK – Fluch oder Segen?

Seit 1983 ist die Künstlersozialkasse der Eintreiber für Sozialabgaben an Künstler und Publizisten. Der Gedanke dahinter: Die KSK treibt die Abgaben von Verwertern ein und schüttet sie an die Künstler in Form des Arbeitgeberanteils zu den Sozialabgaben wieder aus.

Abgaben

Dass auch der Künstler zahlen muss, wenn er der Verwerter ist, ist den meisten nicht klar.

Wird die KSK Abgabe jetzt auch für dich zur Pflicht?

Ja. Nämlich genau dann, wenn du die künstlerische Leistung anderer Künstler in Anspruch nimmst. Diese dann selbst verwertest, indem du z.B. ein neues Schöpferisches Werk aus dieser Leisung schaffst.

Im Klartext: Wenn du einen anderen Künstler zu einem Auftrag hinzubuchst, und er dir seine Leistung direkt eine Rechnung stellt, musst du das der KSK melden und Abgaben leisten.

Auszug aus den KSK Texten

Für einen schnellen Überblick für dich zusammengefasst.

Wofür besteht eine Abgabepflicht??

Im Prinzip auf alle schöpferischen Leitungen eines Bodypainters, Facepainters, Tattoomalers, Texters, Kunstmalers, Grafikers, …
Selbst Entgelte, die für die Erstellung oder Änderung von Internetseiten an Webdesigner gezahlt werden, sind an die Künstlersozialkasse zu melden.

Und was ist mit Hutgage? Wer muss die Künstlersozialabgabe zahlen, wenn der Künstler/Publizist das Honorar bei Veranstaltungen u. ä. selbst einsammelt?
Hier muss der Verwerter die eingesammelte Hutgage an die KSK melden. Der Verwerter kann hier z.B. eine Gastronomie sein, die durch die dargebotene Kunst auf Einnahmen mit Speisen und Getränkeverkauf hofft.

Die Künstlersozialabgabe ist auf alle Entgelte ( z. B. Gagen, Honorare, Tantiemen ) zu zahlen, die an selbständige Künstler oder Publizisten gezahlt werden. Dazu gehören auch alle Nebenkosten, z. B. Telefon- und Materialkosten!

Wer ist künstlersozialabgabepflichtig?

Jeder Verwerter, der Aufträge an selbständige Künstler oder Publizisten erteilt.

Leichtes Aufatmen nach Geringfügigkeitsgrenze (§ 24 Abs. 3 KSVG)
„…wenn die Summe der Entgelte… 450 Euro pro Jahr nicht übersteigt…“

Wer ist nicht künstlersozialabgabepflichtig?

Der „Endverbraucher“ oder „Privatmann“, der zum Beispiel ein Buch oder eine Eintrittskarte für eine Theateraufführung kauft, ist nicht abgabepflichtig. Er verwertet die künstlerische Leistung nicht. Er kunsumiert.

Fazit: Egal, ob du dich bei der KSK als selbstständiger Künstler anmelden möchtest, um Leistungen zu erhalten, oder ob du gelegentlich die Leistung anderer Künstler in Anspruch nimmst. Informiere dich JETZT.


Achtung rechtlicher Hinweis
: Da ich kein Jurist bin, sind diese Angaben natürlich nicht rechtsverbindlich. Bei konkreten Fragen bitte den Anwelt des Vertrauens aufsuchen, oder direkt bei der KSK anfragen:

KSK Online http://www.kuenstlersozialkasse.de

Infos zum Künstlersozialabgabestabilisierungsgesetz (KSAStabG)
http://www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/aktuelles/meldungen/2014_11_14_KSA_Stabilisierungsgesetz.php

FAQ für Verwerter
http://www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/unternehmer/faqfuerunternehmenundverwerter.php

FAQ für Künstler (Ja Geld bekommen kannst du natürlich auch. Vielleicht… Melde dich an)

Das am 01.01.1983 in Kraft getretene Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) bietet selbständigen Künstlern und Publizisten sozialen Schutz in der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung.
Wie Arbeitnehmer zahlen sie nur etwa die Hälfte der Versicherungsbeiträge; den anderen Beitragsanteil trägt die Künstlersozialkasse. Die hierfür erforderlichen Mittel werden aus einem Zuschuss des Bundes und aus einer Abgabe der Unternehmen finanziert, die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten („Verwerter“).

http://www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/kuenstler_und_publizisten/faqfuerkuenstlerundpublizisten.php

About Senjo Color Peter

Redakteur Bodypainting.net seit 1999 - Bodypainting und MakeUp Spezialeffekte - Entwicklung und Vertrieb von Körperfarben, Schulung für Künstler, Theater, Show- und TV-Produktionen.